LUK&FIL

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Wido von Wienskowski

Beginnen wir mit dem allzu Offensichtlichen: Luk&Fil sind funky. Nein, ernsthaft: Phon-key.

Luk&Fil sind Loki und Knowsum. Geboren und aufgewachsen in den mean streets von Mainz, sind die beiden gewissermaßen Seelenverwandte seit der ersten Klasse. Zusammen funktionieren sie Zen-artig, telekinetisch und beinahe ohne Worte.

Loki rappt und pflegt die hohe Kunst der tiefen Schläge. Es ist Battle-Rap-not-Battle-Rap – seine Lyrics sind klar formuliert und auf den Punkt geschrieben. Gleichzeitig hat Loki zu viel Respekt vor seiner Hörerschaft, als dass er auf Pseudo-politische Punches und Silben-Erbsenzählereien zurückgreifen würde. Die Poetik der steifen Mittelfinger eben, kein gottverdammtes Proseminar.

Knowsum rappt und macht Beats. Dass diese weder dem Throw-back Fetisch deiner JUZClique, noch den Innovations-Aposteln der Blogosphäre Rechnung tragen, könnte damit zu tun haben, dass Luk&Fil funky sind und bleiben.

Bei aller Freshness: Im Grunde geht es darum, abzubilden, was es heißt sich zurechtfinden zu müssen, inmitten dieses Post-Nietzscheanischen Alptraums, der nichts bereithält als tiefe, existentielle Furcht – es sei denn, du weißt etwas mit dieser Überforderung anzufangen und sie in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Bild das entsteht muss so groß, plakativ und direkt sein, dass es unmerklich die ganze Menge Pathos mitträgt, mit der man sich sonst so ungern beschäftigen will. Dass das Ganze überdope und funky klingt hatten wir erwähnt?